Rostock's Eleven 2015

Datum

10. Juni 2015
12. Juni 2015

Jens Söder gewinnt  „Rostock’s Eleven“ 2015

Jens Söder vom Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik ist Sieger des diesjährigen Nachwuchswissenschaftlerwettbewerbs „Rostock’s Eleven“. Der Absolvent der Universität Rostock vermochte die Jury mit seinem lebendigen Vortrag über seine Forschungen zur Turbulenzmessung in der Atmosphäre zu überzeugen.   
In seinem Vortrag „Keine große Welle machen“ zeigte Jens Söder, dass Wellen in der Atmosphäre eine enorme Bedeutung zukommt. In den oberen Luftschichten können Wellen die Temperatur um bis zu 100 °C verändern. Das geschieht nicht ohne Verluste, denn auf ihrem Weg aus der unteren Atmosphäre können diese Wellen brechen und dabei immer kleinere Strukturen und schließlich Turbulenz erzeugen. Damit steht ihre Energie in der Höhe nicht mehr zur Verfügung. Die Höhe der Energieverluste in den unteren Schichten ist bedeutsam für Modelle, die den Klimawandel zu verstehen und vorherzusagen helfen. Zudem bewirken Turbulenzen aus heiterem Himmel Jahr für Jahr schwere Zwischenfälle in der Luftfahrt.
 
Insbesondere durch die lebendige Sprache und die ansteckende Begeisterung für sein Thema gelang es Jens Söder die fachkundige Jury aus Wissenschaftsjournalisten für sich zu gewinnen. Professor Udo Kragl, Vorsitzender des Vereins [Rostock denkt 365°], überreichte gemeinsam mit Jurymitglied Dr. Ernst Guggolz den mit 365 Euro dotierten Preis.
 
Der Nachwuchswissenschaftlerwettbewerb „Rostock’s Eleven“ wurde bereits zum siebten Mal durch den Verein [Rostock denkt 365°] veranstaltet. 11 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungseinrichtungen der Region Rostock treten dabei an,  um ihre Forschungsprojekte und Ideen vor einer Jury aus Wissenschaftsjournalisten vorzutragen.


Aus der Abschlussrede des Jury-Mitgliedes Dr. Guggolz

 
Liebe Freunde von Rostock Eleven,
 
mit diesen letzten 30 Minuten geht der 7. Wettbewerb „Wissenschaft und Kommunikation“ zu Ende. Ein einzigartiger Wettbewerb in einem sportlichen Format, das auf wissenschaftliche Information und Diskussion baut. Dank und Gratulation für diese Idee „Rostock‘ Eleven“, die sich in den Jahren prächtig entwickelt hat.
 
Der diesjährige Wettbewerb hat uns nicht nur gezeigt, dass man am frühen Morgen um 5 Uhr prächtige Kuchen backen kann. Nein. Wir alle, Sie und wir von der Jury, haben manches Mal nicht ohne Anstrengung vieles dazu gelernt.
Wir haben gelernt, dass nicht jede Scholle aus jedem Fenster steigt, und wie eine Forelle eine gute Forelle ist und bleibt. Wir sind zusammen vier Milliarden Jahre zurückgereist, um ein klitzekleines Bakterium zu betrachten und 40 Jahre, um etwas über unsere neuen Mitbürger und über ihre Kinder zu lernen.
Wir kennen jetzt Schraub-/Klebeverbindungen, lernten neue Wörter wie Beanspruchungskollektive oder Dauerstandstragfähigkeit zu schätzen und werden viel Geld sparen, weil wir das Urheberrecht beachten.
Wir alle unterstützen jetzt unsere Osteoblasten mit Sport, während die Software Musik macht, und meine Füße via Einlegesohlen mit meiner Insulinpumpe reden. Schließlich verfolgen wir abfallarme und energiesparende Konzepte der Pharmazeutikasynthese und last und beileibe nicht least steigen wir im Ballon auf 35 km Höhe, um dort für die Klimaforschung auf Wellen zu reiten, die wir eigentlich einfacher am Strand der Ostsee betrachten können.
Meine Damen und Herren, das war viel.


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